Bodenbeschichtung (Epoxid-Harz-Boden)
Wir bieten fachgerechte, langlebige und anwendungsoptimierte Beschichtungslösungen für verschiedene Einsatzbereiche
🏗 Industrie- & Gewerbeböden
Extrem strapazierfähige Epoxidharz-Beschichtungen für Produktionshallen, Lager & Werkstätten.
🚗 Parkhäuser & Tiefgaragen (OS-Systeme)
Spezialbeschichtungen zum Schutz vor Feuchtigkeit, Abrieb und mechanischen Belastungen.
🏠 Verkaufsflächen & Gewerberäume
Moderne, fugenlose und ästhetische Bodenlösungen mit Epoxidharz oder Polyurethan.
🏢 Krankenhäuser & Reinräume
ESD- & antistatische Bodenbeschichtungen für sterile und hygienische Umgebungen.
🏠 Balkone & Außenflächen
Schutzbeschichtungen für wetterbeständige, langlebige & wartungsarme Oberflächen.
Prüfung des Beton-Untergrunds
Vor Beginn der Beschichtungsarbeiten ist durch oberflächliche Materialproben und Zugprüfungen die Eignung des Boden-Untergrundes zu überprüfen.
Dabei dürfen Grenzwerte des Feuchtegehalts und der Oberflächenfestigkeit nicht überschritten werden. Zusätzlich kann durch Prüfung der Rauigkeit der Verbrauch des Beschichtungsmaterials geschätzt werden.
Oberflächenschutzsysteme
Angewendet wird OS 1 (OS A) zur Reduzierung der Wasseraufnahme bei vertikalen und geneigten, freibewitterten Betonbauteilen z. B. Stützwänden. OS 1 (OS A) ist nicht wirksam bei drückendem Wasser.
Angewendet wird OS 2 (OS B) zur Erhöhung des Carbonatisierungswiderstands an freibewitterten Betonbauteilen mit ausreichendem Wasserabfluss, bedingt auch im Sprühbereich von Auftausalzen.
Angewendet wird OS 4 (OS C) an freibewitterten Betonbauteilen auch im Sprühbereich (mit entsprechendem Nachweis auch im Spritzbereich) von Auftausalzen.
Angewendet wird OS 5a (OS DII) / OS 5b (OS DI) an freibewitterten Betonbauteilen mit oberflächennahen Rissen (mit entsprechendem Nachweis auch für Bauwerke mit Trennrissen). Die Systeme dürfen auch im Sprühbereich (mit entsprechendem Nachweis auch im Spritzbereich) von Auftausalzen verwendet werden.
OS 8 ist ein spezielles Beschichtungssystem, das Betonoberflächen schützt. Es wird auf Flächen mit normaler mechanischer Beanspruchung (z. B. durch Fahrzeuge) und chemischer Einwirkung angewendet.
Anwendungsbereiche: Tiefgaragen, Parkdecks, Produktions- oder Lagerhallen.
Schutzfunktion: Das System versiegelt den Beton und schützt ihn vor dem Eindringen von Flüssigkeiten wie Ölen, Kraftstoffen oder Tausalz. Es ist auch für Betonflächen mit oberflächennahen Rissen geeignet.
Oberflächenschutzsysteme OS 11a (OS Fa) und OS 11b (OS Fb)
OS 11a und OS 11b sind dynamisch rissüberbrückende Beschichtungssysteme für begeh- und befahrbare Betonflächen.
Anwendung
Diese Systeme werden auf witterungsbelasteten Betonbauteilen mit oberflächennahen Rissen und/oder Trennrissen eingesetzt. Sie eignen sich für Bereiche, die planmäßig mechanisch beansprucht werden und Einwirkungen von Tausalzen ausgesetzt sind, wie im Sprüh- oder Spritzbereich.
- Typische Anwendungsgebiete: Brückenkappen, Randbereiche von Brücken, freiliegende Parkdecks, Rampen und Oberdecks von Parkhäusern.
Zweck und Funktion
Die Hauptaufgabe der Systeme ist es, die Betonkonstruktion vor dem Eindringen aggressiver Medien wie Wasser, Tausalzen und Chloriden zu schützen. Ihre rissüberbrückenden Eigenschaften sorgen dafür, dass die Beschichtung selbst bei geringfügigen Bewegungen des Untergrunds intakt bleibt. Dies verhindert, dass Risse die Bewehrung erreichen, und schützt den Stahl somit effektiv vor Korrosion.
Unterschiede
- OS 11a (OS Fa): Ein mehrschichtiges System mit einer robusten, verschleißfesten Nutzschicht für sehr hohe mechanische Belastungen.
- OS 11b (OS Fb): Ein einschichtiges oder vereinfachtes System mit rissüberbrückenden Eigenschaften für Bereiche mit geringerer Beanspruchung.
Eine fachgerechte Bodenbeschichtung, wie sie beispielsweise im Rahmen des Oberflächenschutzsystems OS 11 zur Anwendung kommt, ist ein mehrschichtiger Aufbau, bei dem jeder einzelne Schritt eine entscheidende Rolle für die Langlebigkeit und Funktionalität des Systems spielt. Alles beginnt mit dem Untergrund.
- Tragschicht (Betonuntergrund)
Bevor wir mit dem eigentlichen Beschichtungsaufbau beginnen, ist eine gründliche Prüfung des Betonuntergrunds unerlässlich. Dieser dient als Tragschicht für das gesamte System. Wir führen eine wiederholte Kontrolle auf den Feuchtegehalt sowie auf die Oberflächenfestigkeit mittels einer Haftzug-Festigkeitsprüfung durch.
Um eine Kondensation auf der Betonoberfläche auszuschließen, die die Haftung der Beschichtung massiv beeinträchtigen würde, werden die Temperaturen der Bauteile, der Umgebungsluft und die relative Luftfeuchtigkeit gemessen. Aus diesen Werten wird die Taupunkttemperatur ermittelt, um sicherzustellen, dass die Bauteiltemperatur immer über diesem Wert liegt.
- Grundierung (Haftbrücke)
Die Grundierung ist die erste dünne Schicht, die auf den vorbereiteten Beton aufgetragen wird. Sie dient als Haftbrücke und sorgt für eine feste Verbindung zwischen dem Betonuntergrund und den nachfolgenden Schichten.
- Rissüberbrückende Schicht (Flüssigfolie, Schwimmschicht)
Dies ist die Hauptfunktionsschicht des OS 11-Systems. Ihre Aufgabe ist die dynamische Rissüberbrückung, d.h., sie kann Bewegungen und Risse im Beton aufnehmen, ohne zu reißen. Für diese hochelastische Schicht sind auch die Begriffe Flüssigfolie oder umgangssprachlich Schwimmschicht gebräuchlich.
- Nutzschicht (Deckversiegelung)
Die Nutzschicht oder Deckversiegelung ist die oberste, abschließende Schicht. Sie schützt das gesamte System vor mechanischem Verschleiß, chemischen Einflüssen und Witterung. Sie stellt die direkte Verschleißzone dar und bestimmt das finale Erscheinungsbild der Oberfläche.